* Kurze Geschichte des Logenhauses *

Roßkampffsgasse 1

59494 Soest

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Im Mittelalter ist der Wohnplatz als Sitz der Familie von Kettler urkundlich nachweisbar. Um 1558 gelangt die Besitzung durch Erbgang an die Familie von Schlingwurm aus Geseke. Im 30jährigen Krieg gehörte das Haus dann der Familie Berotte. Zu dieser Zeit brannte das Gebäude wohl bis auf die Grundmauern herunter. In diesem Zusammenhang wird das Grundstück auch mit dem Namen "Schwefe" genannt. 1695 ist das Haus als Besitzung des Secretärs Grimmaeus nachgewiesen.

Das Logenhaus im Jahre 1910

Seit 1738 ist als Bewohner bzw. Besitzer der Kanonikus Friesenhausen im Soester Häuserbuch eingetragen. 1757 war das Haus unbewohnt. 1762 erwarb Theodor Stute aus Soest das Haus, dessen Erben bis 1825 als Besitzer benannt sind. Ab 1825 besaß oder bewohnte der Hauptrendant Heinrich Pullem aus Soest mit seiner Familie die Wohnstätte. 1831 wechselte das Anwesen in den Besitz des Land- und Stadtgerichtsdirektors Friedrich von Viebahn. Seit der Zeit trägt das Gebäude auch die Bezeichnung "von Viebahnscher Hof". Um 1833/35 erfolgte die Umgestaltung der Treppe zu einer hohen Freitreppe, die wohl der heutigen schon recht ähnlich war.  

Das Haus im Jahre 2003

Am 14. September 1873 erwarb die Soester Loge "Zur Bundeskette" das Anwesen. Nach dem Umbau des Gebäudes erfolgte am 12.09.1874 die Tempelweihe. 1907/08 wurde das Gebäude vollständig umgebaut und hinter dem Haus, zur Gartenseite hin, ein Saal angebaut. Im 1. Weltkrieg 1914/18 diente dieser Saal dem Roten Kreuz zur Versorgung von verwundeten Soldaten. Im Jahre 1935 wurde die Loge durch das NS-Regime gezwungen, das Haus samt Grundstück an die Stadt Soest zu verkaufen und die Loge zu schließen. Das Gebäude ist dann ab dem 20.03.1936 von der Hitlerjugend - Bann 123 - genutzt worden. Nach Ende des 2. Weltkrieges vermietete die Stadt das Gebäude als Gemeindehaus an die vereinigten evangelischen Kirchen. 

Eingang zu den Logenräumen

Ab 1947 konnte die Loge das Anwesen wieder mitbenutzen. Zum 1. Juli 1950 erhielt sie ihr Gebäude samt Grundstück einschließlich einer Entschädigung, die für die Instandsetzung und Renovierung verwandt wurde, von der Stadt Soest zurück. 1968 wurde der mittlerweile stark renovierungsbedürftige große Saal sowie das Gartengrundstück verkauft. Von diesem Verkaufserlös wurden im Haus Mietwohnungen eingerichtet, das Haus in Teilen renoviert und die Logenräume umgebaut. Am 21.09.1968 konnte der neu errichtete Tempel eingeweiht werden. Die letzte Renovierung erfolgte im Jahre 2011.     

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